der Februar mit seiner
Friedenskonferenz und unserer Diözesanversammlung liegen
hinter uns. Trotzdem lohnt ein Blick zurück. Eine
Zusammenfassung findet sich zum Nachlesen auf unserer
Homepage. Die
Veranstaltung selbst kann man auch nachschauen auf der Seite
der Friedenskonferenz.
Unsere Diözesanversammlung in Gilching befasste sich vor
allem mit dem neuen Wehrdienst. Unser Geistlicher Beirat
leitete die Versammlung mit einem Impuls zur
Kriegstüchtigkeit ein. Danach führte uns der Stuttgarter
Friedensreferent hin zur Notwendigkeit die Beratung von
Werdienstverweigerern als ein wichtiges Anliegen von pax
christi wieder aufzugreifen. Gerne nehmen wir hier all
diejenigen mit, die vor Zeiten in diesem Umfeld aktiv waren.
Einen ausführlichen Rückblick gibt es dazu auf unserer
Internetseite mit den
Videos von den Vorträgen.
Unser pax christi Bischof bleibt uns erhalten. Peter
Kohlgraf stand wohl auf der Kandidatenliste für den Vorsitz
der Bischofskonferenz. Schließlich wurde es aber der
Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer. Ihm einen herzlichen
Glückwunsch.
Ihr/Euer Martin Pilgram, Vorsitzender von pax christi im Erzbistum München und Freising
09. März
2026, 20:00 Uhr Nein zum Kriegsertüchtigungsplan der
Kirchen
Seit
dem völkerrechtswidrigen Überfall Russlands auf die Ukraine
wird staatlicherseits versucht, die Gesellschaft auf einen
möglichen Krieg vorzubereiten. Mit dem bisher noch inter-nen
Arbeitspapier der Kirchen unter dem Titel „Ökumenisches
Rahmenkonzept Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-,
Bündnis und Verteidigungsfall“ (auch „Geistlicher OP-Plan“
genannt) wird versucht, die evangelische und katholische
Kirche in diese Vorbereitungen auf kriegerische
Auseinandersetzungen einzubeziehen. Die „Krisenresilienz“ in
einem Verteidigungs-, Spannungs- oder NATO-Bündnisfall wird
zum Narrativ für Kriegsplanungen.
Eine solche
Kriegsertüchtigung der Kirchen lehnen wir ab. Krieg, der
nach Gottes Willen nicht sein soll, bedeutet immer Not und
Elend, Krankheit, Verletzung und Tod. Unsere kirchliche
Aufgabe ist die geistliche und seelsorgerliche Begleitung
der Menschen, nicht aber die Beteiligung an Anstrengungen,
unsere Kirchen kriegstüchtig zu machen!
Aus
den Reihen der Initiative Christlicher Friedensruf kam die
Idee, kirchlich Mitarbeitende in Deutschland zu einer
Verweigerung der Mitarbeit an kriegsvorbereitenden Maßnahmen
aufzurufen und für die Unterschrift einer entsprechenden
Erklärung zu gewinnen.
Einen
Vorschlag für so eine Erklärung hat Prof. Gottfried Orth,
Mitglied im Ökumenischen Institut für Friedenstheologie,
gemacht. Er lautet: Erklärung für eine Kirche, die
ihrer seelsorgerlichen und geistlichen Aufgabe treu bleibt
- „Ich halte alle Maßnahmen und Vorkehrungen für
gefährlich, die auf das Verhalten im Kriegsfall vorbereiten
sollen. Nur kriegspräventive Maßnahmen kann ich vertreten.
Ich lehne deshalb als Beschäftigte/Beschäftigter im Bereich
der Kirchen jede Schulung oder Fortbildung für den
Kriegsfall ab und werde mich daran nicht aktiv beteiligen.
Ich lehne weiterhin jede Maßnahme ab, die den im Krieg
verletzten oder getöteten Soldatinnen oder Soldaten und
deren Angehörigen den Vorrang vor der Begleitung der
Zivilbevölkerung gibt. Das ändert nichts an meiner
Bereitschaft, in allen Notfällen meine seelsorgerliche und
geistliche Hilfe zur Verfügung zu stellen.“
Die
Vorbereitung dieser Aktion unter dem Titel
„Nein zum Kriegsertüchtigungsplan der Kirchen“ hat
federführend die Kommission Friedenspolitik von pax christi
übernommen und lädt Sie und Euch zu einer Zoom-Konferenz
ein.
Nur
Angemeldete können an der Zoom-Konferenz teilnehmen. Die
Zugangsdaten zur Zoomkonferenz werden 2 Tage vorher
versendet.
Pax
christi lädt ein zum monatlichen Friedensgottesdienst in der
Krypta von St. Bonifaz. Im März wird Claus Stegfellner den Gottesdienst mit uns feiern. Nach dem Gottesdienst
treffen wir uns im Pfarrzentrum von St. Bonifaz. (mehr)
Ort: St. Bonifaz, Krypta,
München, Karlstr. 34
20. März 2026, 19:00
Uhr Unter offenem Himmel: Szenische Lesung zu den
Möglichkeiten des Friedens
Während
die Gefahren und Bedrohungen für die offene Gesellschaft
mittlerweile unverkennbar sind, lohnt es sich, innezuhalten
und die Frage zu stellen: Was ist es eigentlich genau, das
es zu verteidigen gilt und wofür es sich zu kämpfen lohnt?
Was steht jetzt, in diesem Augenblick, auf dem Spiel - für
jede:n Einzelne:n? (mehr)
Norbert Eilts‘ Ausführungen zum Thema
Demokratie geben anregende Impulse zu verwirrenden
Zuständen. Mit Texten von Martin Buber, Carlo Schmid, Mascha
Kaléko, Jason Stanley u.a.
Im Anschluss an die Vorstellung gibt es ein
Publikumsgespräch mit dem Künstler. zur Anmeldung
26. März 2026 19:00 Uhr Trotz Gewalt und Unrecht den
Frieden suchen
„Die
Situation in Palästina und Israel ist katastrophal und
bedrohlich wie nie zuvor. Die Zerstörung von Häusern und
Infrastruktur beraubt die Menschen ihrer Lebensgrundlage und
führt zu Vertreibung. Wie schaffen es Menschen, zu
überleben, bei so viel Gewalt, Angst und
Perspektivlosigkeit?“ Diese Frage stellt sich die mehrfach
ausgezeichnete Friedenspädagogin und Autorin Dr. Sumaya
Farhat-Naser.
„Perspektive und Hoffnung werden geschaffen nicht zuletzt
durch Bildung von Frauen und Jugendlichen“, so Farhat-Naser.
Die in Palästina geborene und sich seit Jahrzehnten
gewaltfrei und dialogisch für einen gerechten Frieden
einsetzende Referentin geht der Frage nach, was Menschen
trotz erlebter Ungerechtigkeit und Verletzung ihrer
Menschrechte dazu bewegt, sich für den Frieden einzusetzen.
Und sie gibt Einblick in die Lebenssituation,
Herausforderungen und Zukunftsaussichten der Menschen in
Palästina und Israel.
Dr.
Sumaya Farhat-Naser
ist geboren 1948, im Jahr der israelischen Staatsgründung.
Sie wuchs in Birzeit im Westjordanland auf. Sie studierte
Biologie, Geographie und Erziehungswissenschaft an der
Universität Hamburg und promovierte in angewandter Botanik.
Ab 1982 arbeitet sie als Dozentin für Botanik und Ökologie
an der palästinensischen Birzeit-Universität. In ihrem
lebenslangen Engagement für Frieden und Gerechtigkeit wirkte
Sumaya Farhat-Naser auch als Mitglied und Mitbegründerin
zahlreicher Organisationen: z.B. Women Waging Peace
(Harvard-Universität) und Global Fund for Women (San
Francisco). Die Autorin zahlreicher Bücher erhielt für ihr
Wirken und ihr schriftstellerisches Schaffen zahlreiche
internationale Preise und Auszeichnungen.
Der
Vortrag findet online über Zoom statt, die Zugangsdaten
erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung (mehr)
Völkerrecht statt Faustrecht –
Gemeinsam für Frieden und
Gerechtigkeit!
Die
Christen werden den Ostermarsch
wieder mit einem ökumenischen
Gottesdienst eröffnen. 10:00 Uhr: Ökumenischer
Gottesdienst,
Dreifaltigkeitskirche,
Promenadeplatz 6
11:15 Uhr: Auftaktkundgebung
auf dem Marienplatz 12:00 Uhr:
Demonstration in der
Innenstadt
Strecke: Marienplatz -
Rindermarkt - Rosental -
Prälat-Zistrl-Str. - Corneliusstr. -
Gärterplatz - Reichenbachstr. -
Frauenstr. - Isartor - Tal -
Marienplatz.
13:30 Uhr: Abschlusskundgebung
wieder Marienplatz
(mehr)
Ort: Marienplatz
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02. März
2026, 18:00 Uhr Kriegssüchtig. Ausstellung im Foyer des EineWeltHauses
vom 2.3.2026 bis 30.3.2026
Diese
Ausstellung greift die aktuelle Parole „Kriegstüchtig
werden!“ in 12 thematischen Plakaten auf.Die Tafeln stellen die aktuellen Maßnahmen der
Kriegsvorbereitung zunächst in den Zusammenhang mit den
Weltkriegen im 20 Jahrhundert. Dann zeigt sie die
finanzielle und globale Dimension der aktuellen Aufrüstung
auf. Sie hinterfragt die Behauptung einer militärischen
Bedrohung der NATO durch Russland und spricht die Folgen der
Erhöhung der Rüstungsausgaben für den Staatshaushalt und für
den Sozialstaat an. Darüber hinaus wird die Aufrüstung in
eine offensive Orientierung der deutschen Sicherheitspolitik
seit1992 eingeordnet. Last not least bringen die letzten
Tafeln die nach wie vor bestehende Bedrohung durch
Atomwaffen in Erinnerung und ordnen die geplante
Stationierung von neuen Mittelstreckenwaffensystemen in die
Kriegsstrategien von „Erstschlag“ und „Entwaffnungsschlag“
ein. Die Ausstellung soll daher auch auf die geplanten
Aktivitäten gegen die Stationierung der Raketensysteme auf
dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr hinweisen. (mehr)
Vernissage 2.3.2026, 18
Uhr, Foyer EineWeltHaus
Einführung: Thomas Rödl, Geschäftsführer des
Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerk der DFG-VK Bayern
Anschließend:
Zeit für Gespräche bei Brot und Wein
Die Ausstellung (13 Tafeln Format Din A0) kann
entliehen werden, Anfragen:
bayern@dfg-vk.de Ort: EineWeltHaus München, Voyer
05. März 2026, 9:30 Uhr Wege und Perspektiven der
Erinnerungsarbeit Wie kann Erinnerung heute gelingen?
Erinnerungskultur
verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart und mit
Fragen, wie wir in Zukunft leben wollen. Was bedeutet aber
eine aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte des 20.
Jahrhunderts in einer Zeit, in der digitale, soziale Medien
unseren Alltag prägen? Wenn aktuelle Flucht- und
Migrationserfahrungen den Blick auf diese Auseinandersetzung
weiten? Wenn viele, gerade junge Menschen eine Distanz zur
historischen Vergangenheit wahrnehmen und Zeitzeug:innen
immer weniger werden?
Renommierte Fachleute aus der Praxis der Gedenkstätten- und
Erinnerungsarbeit greifen in Impulsreferaten und einer
Podiumsdiskussion diese Fragen auf. Workshopangebote laden
nachmittags zu einem vertieften Blick auf die Bildungspraxis
der Erinnerungsarbeit in Schule, Erwachsenenbildung und
Gedenkstätte ein und geben konkrete Beispiele, wie digitale
Medien Bildungsarbeit unterstützen können. Mit einer
musikalischen Lesung endet die Veranstaltung, die in den
Räumen des NS-Dokumentationszentrums stattfindet.
Teilnehmende sind herzlich eingeladen, während der zur
freien Verfügung stehenden Zeiten durch die
Ausstellungsräume zu gehen. (mehr)
Referenten:
Prof. Dr. Jörg Skriebeleit,
Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Honorarprofessor
Universität Regensburg
Dr. Christoph Mauny, Bildungsreferent für die
Weimarer, Mal- und Zeichenschule
Barbara Abdallah-Steinkopff, Autorin und ehem.
Leiterin der Fortbildungs- und Forschungsakademie Refugio
München transfer e.V.,
Kerstin Baur Digitale Vermittlung am
NS-Dokumentationszentrum München
Wiebke Siemsglüß und Dr. Kerstin Schwenke,
Bildungsabteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau
Julia Netter, Lehrerin im Landkreis Traunstein
Sabina Schneider, Leiterin Bereich Radio bei Q3
Quartier für
Medien.Bildung.Abenteuer
05. März 2026, 11:00 Uhr Schülerstreik - Nein zur Wehrpflicht
Kundgebung Beginn 11 Uhr beim Ostbahnhof, dann Demo über
Mariahilfplatz zum Marienplatz
10. März
2026, 19:00 Uhr Schöpfungslehre und Kosmologie
War die Entstehung des Kosmos Zufall
oder Auftrag, ist er gewollt oder nicht?
Die
Frage nach dem Ursprung der Welt ist so alt wie die
Menschheit. Und Ihre Antworten waren zunächst noch sehr
konkret mit Naturreligionen und mit den monotheistischen
Religionen immer abstrakter. Die wissenschafltiche Antwort
ist sogar noch abstrakter und im Gegensatz zu den Religionen
niemals normativ, also nach Werten suchend.
Was ist da heute der Stand der Dinge? Kommt die Natur wieder
zurück als wichtige ethische Dimension? Was sagt uns die
Religion über das Werden der Welt und passt das zusammen -
in uns? (mehr)
Prof. Dr. Harald Lesch ist Astrophysiker,
Naturphilosoph, Wissenschaftsjournalist, Fernsehmoderator
und Hörbuchsprecher. Er ist Professor für Astrophysik an der
Ludwig-Maximilians-Universität München und konnte zahlreiche
Ehrungen entgegennehmen (z.B. Bundesverdienstkreuz 1.
Klasse, Bayerischer Buchpreis, Ernennung zum Ehrenbürger der
Stadt München u.v.m.).
Ort: Aula des Gymnasiums
Seligenthal, Landshut
Bismarckplatz 1484034Landshut
11. März 2026, 19:00 Uhr Venezuela – Schauplatz der
multipolaren Auseinandersetzung im 21.Jahrhundert Eine Analyse der politischen
Situation nach der Aggression der Trump-Regierung
Mit
der Wahl von Hugo Chavez zum Präsidenten Venezuelas
1998 rückte das lateinamerikanische Land in den
Focus der Weltöffentlichkeit. Venezuela wurde neben
dem sozialistischen Kuba Motor und Vorbild des
lateinamerikanischen Kampfes um Selbstbestimmung und
soziale Gerechtigkeit. Linke Bewegungen und
Regierungen in Ländern wie Bolivien und Ecuador
orientierten sich daran. Als Antwort darauf ist der
demokratisch gewählten Linksregierung der Krieg
durch innere und äußere Feinde, mit den USA an der
Spitze, erklärt worden.
Dieser Krieg wurde zunächst
propagandistisch und im Laufe der Jahre immer
stärker wirtschaftlich – Stichwort
völkerrechtswidrige Sanktionen- geführt. Die
verschiedenen US-Regierungen machten dabei deutlich,
dass sie keine politisch unliebsamen Staatsführungen
in ihrem „Hinterhof“ dulden. Insbesondere die
Handelsbeziehungen Venezuelas zu China und Russland
sind ihnen ein Dorn im Auge.
Mit Beginn der 2. Präsidentschaft
von Donald Trump in den USA wurde im letzten Jahr
zunehmend auf die militärische Komponente gesetzt.
Seit dem Spätsommer hatten die USA eine massive
Militärpräsenz vor der Küste Venezuelas aufgebaut
und immer wieder Öltanker gekapert sowie die
Besatzungen u.a. venezolanischer Fischerboote
getötet.
Das Ganze gipfelte in der offenen
Aggression am 03. Januar dieses Jahrs mit der
Bombardierung von Caracas und der Entführung des
venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und
Ehefrau Cilia Flores.
Wie ist die aktuelle Situation in
diesem Land nach diesem Angriff einzuschätzen? Was
bedeutet diese Aggression für den bolivarischen
Prozess im Lande? Und was bedeutet das für andere
lateinamerikanische Staaten, insbesondere für Kuba?
Auf diese und andere Fragen geht
unser Referent Carsten Hanke in seinem Vortag ein.
Dabei beleuchtet er die jüngere Geschichte
Venezuelas seit 1998 („Bolivarische Revolution“) und
erläutert anhand der Monroe-Doktrin aus dem Jahre
1823 und deren Aktualisierung („Donroe-Doktrin) die
allgemeine Außenpolitik der USA gegenüber
Lateinamerika. Der Schwerpunkt der Präsentation
liegt auf der Analyse der aktuellen Situation in
Lateinamerika seit dem 10. Januar 2025. (mehr)
Carsten Hanke
ist Präsident der Gesellschaft für Frieden und
internationale Solidarität e.V. (GeFiS) in Rostock,
die seit ihrer Gründung im Jahre 2020 durch
Aufklärungsarbeit und Solidaritätsprojekte (z.B.
„Medizin für Venezuela“) die Länder in Lateinamerika
auf ihrem Weg zur Selbstbestimmung unterstützt.
Carsten Hanke ist seit vielen Jahren eng mit
Venezuela verbunden. Er war unter anderem als
internationaler Wahlbeobachter in dem Land tätig.
Ort: EineWeltHaus München, Großer
Saal
12. März 2026 - 19:00 Gaza und die deutschen Medien Eine Problemanalyse und ein
Zukunftsblick
Die
deutsche Medienberichterstattung über Gaza steht
massiv in der Kritik. Die Vorwürfe lauten:
einseitig, entmenschlichend, ideologisch
positioniert, eine oft unkritische Wiedergabe der
deutschen und israelischen Regierungslinien im Sinne
der Staatsräson. Flächenbombardements werden zu
»präzisen Gegenschlägen«, gewaltsame Vertreibungen
zu »Evakuierungen«, die Schauplätze von Massakern zu
»Schutzzonen«, das Zuhause von Millionen Menschen zu
»Terror-Hochburgen«. Israels Gewalt gegen die
Palästinenser:innen wird sprachlich relativiert und
verharmlost.
Die
Professionalität und Qualität der deutschen
Berichterstattung wird angesichts dessen in Frage
gestellt: Werden die Konfliktopfer auf beiden Seiten
angemessen repräsentiert? Welche Stimmen kommen zu
Wort und wem wird ein Podium geboten? Kommen
palästinensische Perspektiven ausreichend vor? Wie
werden Quellen mit Bezug zu einzelnen
Konfliktparteien eingeordnet und kritisch
hinterfragt?
Repräsentative Meinungsumfragen zeigen, dass
signifikante Teile des Publikums die deutsche
Berichterstattung rund um Gaza als einseitig
pro-israelisch wahrnimmt – sowohl was die
israelische Kriegsführung in Gaza angeht, also auch
zu Demonstrationen und Solidaritätsbekundungen in
Deutschland. Angesichts der Bilder in sozialen
Medien und der Berichterstattung in anderen Ländern
schenkt eine gewichtiger Teil der Bevölkerung den
deutschen Medien bei der Nahostberichterstattung
wenig Glauben und attestiert ihr mangelnde
Differenziertheit. (mehr)
Nadia Zaboura wird sich in ihrem Vortrag mit den
Ursachen dieser Berichterstattung beschäftigen und
Möglichkeiten einer besseren Berichterstattung zu
Israel und Palästina aufzeigen.
Moderation: Riad Othman,
Nahost-Referent von medico international
Nadia Zaboura
ist Kommunikationswissenschaftlerin, Publizistin und
mehrfach ausgezeichnete Medienkritikerin. 2025
co-veröffentlichte sie mit Daniel Rölle und Rainer
Nübel das Buch "Medien zwischen Macht und Ohnmacht.
Wie Journalismus Vertrauen zurückgewinnen kann“. Zu
den Kernthemen ihrer Arbeit zählen Medien und
Demokratie sowie Digitalisierung, Bildung und
Vielfalt. Seit Beginn des Genozids in Gaza
analyisiert und kritisiert sie aus einer
wissenschaftlichen Perspektive die deutsche
Berichterstattung dazu.
Ort: Hansahaus, Großer Saal.
Brienner Straße 39. 80333 München
16. März 2026, 17:00
Uhr Abschiebeterminal verhindern
Die
Bundespolizei plant am Münchner Flughafen ein
eigenes Abschiebeterminal. Stoppt den Bau des
Abschiebeterminals! Demonstration Montag,
16.03.2026, 17 Uhr Gärtnerplatz. Mit diesem
Terminal soll es ab Ende 2028 möglich sein, bis
zu 100 Personen an einem Tag über den Flughafen
München abzuschieben. Die Stadt München hält 23
% an der Flughafen München GmbH (FMG) und stimmt
in der kommenden Aufsichtsratssitzungen mit über
das Vorhaben ab. Doch statt ein klares Signal
gegen die weitere Eskalation der
Abschiebepolitik zu setzen, hat sich der OB
zuletzt öffentlich für den Bau ausgesprochen.
Der Bau des Abschiebeterminals stellt eine
weitere Verschärfung einer menschenfeindlichen
Migrationspolitik dar. Das möchte die Kampagne
„Abschiebeterminal MUC verhindern“ nicht
unwidersprochen hinnehmen und organisiert
Protest – gegen das geplante Terminal und gegen
eine Politik, die Abschiebungen als
alternativlos verkauft und sie gleichzeitig der
öffentlichen Kontrolle entzieht. Wir wollen am
16.03. ein klares Zeichen für eine offene und
solidarische Stadtgesellschaft setzen und
fordern die Politik auf, sich vehement gegen das
Abschiebeterminal einzusetzen. (mehr)
Menschenrecht müssen auch unter Druck
verteidigt werden!
München darf nicht
Abschiebehauptstadt werden!
Ort: Gärtnerplatz, München
Frauen in Schwarz
Die Frauen in
Schwarz und Aktive für einen Gerechten Frieden in
Nahost halten ihre Mahnwachen weiter an jedem 2. und
4. Freitag im Monat ab (mehr).
Die nächsten Termine sind:
13.03., 13:00 – 14:00 Uhr, Marienplatz, München
27.03., 13:00 – 14:00 Uhr,
Karlsplatz (Stachus),
München
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.
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